Die Alsdorfer Kupferhütte
(recherchiert und aufgeschrieben von Erich Vierbuchen)
„Durchs Dorf fließt ein Seifen (Seifen bezeichneten in der Geologie Gewässer mit Mineralanreicherungen in Sedimenten wie Sand oder Kies, in denen sich mineralhaltige Körner in abbauwürdiger Konzentration abgelagert haben), so der Forellen hat und eine Kupferhütte treibt. “
So eine Beschreibung aus dem Jahre 1741 über die Alsdorfer Kupferhütte. Die dem jeweiligen Landesherrn gehörende Kupferhütte hatte ihren Standort am Unterlauf des Steinebaches, des Seifens, ungefähr dort, wo heute die Bebauung endet. Bis 1780 waren im Amt Freusburg 12, und im Amt Friedewald 22 Kupfergruben gemutet und verliehen worden. Um 1780 ging der Kupfererzbergbau zurück. Die Gründe lagen im Fallen der Kupferpreise und im Anstieg der Gestehungskosten, da zum Gewinnen des Erzes immer tiefer in die Erde eingedrungen werden musste.
Ende des 18. Jahrhunderts verarbeitete die Alsdorfer Kupferhütte gemeinsam mit der in Daaden gelegenen noch 500 Ztr Erz jährlich. Nach 1780 wurde die Hütte vom Ansbacher Markgrafen für 150 Gulden zum Abbruch verkauft. Heute erinnern nur noch die Bezeichnung „Schmelzhütte“, sowie vereinzelte Schlackenfunde an die Existenz dieser Hütte.