Die Freiwillige Feuerwehr
Seit 1937 gibt es in Alsdorf die Freiwillige Feuerwehr. Mitgründer und erster Brandmeister der Alsdorfer Feuerwehr war Robert Kapp. Vor 1937 wurden die Aufgaben der Feuerwehr von einer sogenannten Bürgerwehr wahrgenommen. Wegen der personellen Probleme infolge des 2. Weltkrieges wurde im Jahre 1944 eine Jugendfeuerwehr gegründet. Durch den selbstlosen Einsatz der Feuerwehrmannschaft konnten trotz der damals im Vergleich zu heute bescheidenen Ausstattung manche Fachwerkhäuser vor größeren Schäden bewahrt werden. So z.B. bei einem Brand des Wohnhauses der Familie Staudt in der Hölzernen Ecke, das nach einem Angriff der Alliierten auf den Bahnhof Betzdorf von einer Brandbombe getroffen wurde. Der Dachstuhl brannte ab, durch das Löschwasser entstand aber auch in den unteren Räumen erheblicher Schaden.
Die Löscharbeiten bei zahlreichen Bränden wurde von einer Tragkraftspritze unterstützt, die anfangs mit einer Handkarre, später mit einem Traktor zum jeweiligen Brandherd befördert werden musste. Im Jahre 1955 erhielt die Feuerwehr als Einsatzfahrzeug einen VW-Bus, der 1974 durch einen Ford-Transit-Bus ersetzt wurde.
Die erste Unterkunft für die Gerätschaften der Feuerwehr war das Spritzenhaus in der Lindenstraße, in dem noch heute die Gerätschaften für den Winterdienst in der Gemeinde untergestellt sind. Später zog die Feuerwehr in das ehemalige und für die Belange der Feuerwehr umgebaute Toilettenhaus auf dem Schulhof um. Mit dem Bau der Turnhalle im Jahre 1969 erhielt die Feuerwehr dort neue Räume für die Unterbringung der Ausstattung nebst einem Umkleideraum für die Feuerwehrkameraden vor und nach einem Einsatz.

Das alte Feuerwehrhaus in der Lindenstraße. Heute Unterstand der gemeindlichen Geräte für den Winterdienst.
Im Jahre 1974 fand eine große Umorganisation für die Feuerwehren in der ganzen Verbandsgemeinde statt: Die Zuständigkeit wechselte von der jeweiligen Ortsgemeinde zur Verbandsgemeinde. Was aber blieb war, dass die einzelnen Löschzüge in der jeweiligen Gemeinde stationiert blieben. Eine wesentliche Verbesserung der räumlichen Situation des Löschzuges Alsdorf war der Neubau einer neuen Feuerwehrgarage unmittelbar neben der Turnhalle im Jahre 1995. Hier ist besonders hervorzuheben, dass nahezu alle Arbeiten in Eigenleistung der aktiven Feuerwehrkameraden durchgeführt wurden. Eine tolle Leistung, auf die die Feuerwehr zurecht stolz ist.
Nach einer kritischen Phase, in der die Zahl der aktiven Feuerwehrkameraden auf eine kritische Zahl zurückgegangen war, hat sich die Stärke des Löschzuges heute wieder stabilisiert. Zusammen mit dem Löschzug Grünebach konnte 2022 sogar eine Jugendfeuerwehr gegründet werden, um schon in jungen Jahren den Nachwuchs für das spätere Engagement der Jugendlichen in der freiwilligen Feuerwehr zu begeistern.

Mitglieder der Feuerwehr nach einem Einsatz für die Trinkwasserversorgung. In der vorderen Reihe der Zeite von Rechts: der spätere Brandmeister Wilfried Bauschert.

Der Löschzug Alsdorf der Freiwilligen Feuerwehr im Jahre 1977.

Der Löschzug im Jahre 1987…

…und 1997

Das Feuerwehrhaus heute