Die „alte“ Schule 1866
Die alte Schule wurde im Jahre 1866 eröffnet. Vorher fand der Schulunterricht in angemieteten Räumen in anderen Gebäuden im Ort statt. Im Jahre 1936 wurde der Schulbetrieb hier eingestellt. Einige hundert Meter weiter Richtung Betzdorf war die neue Schule gebaut worden (näheres zur Entwicklung der Schulen und des Schulbetriebes in Alsdorf kann unter dem Menüpunkt „Die Geschichte der Alsdorfer Schulen“ nachgelesen werden.
Nach Ende des Schulbetriebes wurde das Gebäude, das heute unterDenkmalschutz steht, unterschiedlich genutzt. Im Obergeschoss waren zwei Mietwohnungen untergebracht. In den Räumen im Erdgeschoss war bis zur Einweihung des Bürgerhauses die Dorfbücherei untergebracht. Im ehemaligen Schulraum fanden lange Jahre die Sitzungen des Ortsgemeinderates, sowie die Gottesdienste der evangelischen Kirchengemeinde statt.

Die „Alte Schule“ im Jahre 2024
Später eröffneten hier die Post, die Sparkasse sowie eine Versicherungsagentur ihre Büros. Zuletzt war das Erdgeschoss Sitz einer Firma für Polsterei und Innenausstattung. Nachdem diese dort ausgezogen war, hat die Gemeinde das Gebäude verkauft. Der Käufer wird das Gebäude generalsanieren und dort vier Wohnungen einrichten.
Die „kleine“ Schule 1884

Die sogenannte kleine Schule in der Bildmitte, Vorläufer der heutigen Grundschule; 1884 in Betrieb genommen und parrallel zur alten Schule betrieben.
Das Gebäude wurde 1884/85 aus Ziegelsteinmauerwerk errichtet und bekam zwei Klassenräume, hatte aber keine Lehrerdienstwohnung. Am 15. Mai 1886 wurde in zweiter Lehrer eingestellt und damit konnte der Unterricht im neuen Schulgebäude aufgenommen werden. Die Baukosten betrugen 10.200 Mark. Noch heute kann man die Relikte der „kleinen Schule“ im Ziegelsteinmauerwerk des heutigen Schulgebäudes erkennen. 1930 wurde die „kleine Schule“ in den Bau des heutigen Gebäudes mit einbezogen. Seit 1884 besuchten also die unteren Jahrgänge die „kleine Schule“ und die oberen Jahrgänge die „Alte Schule“.
Die „neue“ Schule 1930 – 31

Als die Räumlichkeiten in der alten und der kleinen Schule nicht mehr ausreichten, wurde in den Jahren 1930-31 um die kleine Schule herum ein neues Schulgebäude errichtet. 1931 wurde die neue Schule eingeweiht, das heutige Altgebäude. Es hatte vier Klassenräume, eine Lehrerdienstwohnung und einen vergleichsweise großen Schulhof.

Blick in einen Klassenraum der neuen Schule. Einige Ältere können sich bestimmt noch an die Einrichtung früherer Klassenzimmer erinnern. An die Schulbänke aus Fichtenholzmit den eingelassenen Tintenfässern und den eingeritzten Namenszeichen derer, die diese Schulbank vor ihnen gedrückt hatten. Sie erinnern sich auch noch an den großen eisernen Kohleofen in der Mitte des Schulraumes. Wenn der im Winter rot glühte, mussten die, die in seiner Nähe saßen schwitzen. Wer weiter weg saß, dem wurde es kalt.


Nach dem Umbau der vorhandnen und dem Anbau zusätzlicher Klassenräume trägt die Schule heute den Name „Hellertal-Grundschule“.