Der Schiesssportverein Alsdorf

Der Schiesssport in Alsdorf geht zurück bis zum Jahre 1900. Da wurde in Alsdorf von Veteranen des Krieges 1870/71 eine Kriegerkameradschaft gegründet. Auf deren Initiative wurde auch das Kriegerdenkmal in der Ortsmitte gebaut, das auch von den Mitgliedern über viele Jahre unterhalten wurde. Auf Anregung des Vorsitzenden Alex Haubrich wurde auf dessen Anwesen auf der Haltestelle eine Schiessanlage behelfsmäßig zum Luftgewehrschiessen eingerichet. Später schoss man mit Kleinkalibergewehren auf Pappringe und musste dazu im Zielbereich eine Wand aus Eisenbahnschwellen errichten. Wegen der Gefährdung von Personen und dem Eisenbahnverkehr musste der Schiessbetrieb jedoch bald eingestellt werden. Aus den Reihen der Freunde des Schiesssports entstand Anfang der 1930-iger Jahre ein Kleinkaliber-Schützenenverein, der auch dem Deutschen Schützenbund angehörte. Dieser Verein baute am Arsberg eine geräumige Schiesshalle, die dem Schiesssport einen Auftrieb bescherte. Mit Beginn des 2. Weltkrieges kamen die Vereinsaktivitäten jedoch zum Erliegen. Das änderte sich erst wieder im Jahre 1965.

Am 22. Oktober 1965 fand im Gasthof Schäfer in Alsdorf, heute Haus Hellertal, die Gründungsver-sammlung des SSV Alsdorf statt. Das Interesse am Schießsport bestand in Alsdorf jedoch schon seit Ende des 19. Jahrhunderts. In den 30-iger Jahren gab es einen Kleinkaliber – Schützenverein, der am Arsberg eine erste Schießhalle baute. Nur zwei Jahre nach Gründung des SSV begann der Bau eines Schützenhauses mit Schießanlage auf einem Grundstück der Haubergs-genossenschaft am Ende des Schutzbacher Weges. Der Verein erfreute sich über viele Jahre eines aktiven Vereinslebens und konnte 2015 noch sein 50-jähriges Vereinsjubiläum feiern. Von da an ging allerdings die Mitgliederzahl und auch die Beteiligung an sportlichen Veranstaltungen zurück. Das führte im Jahre 2024 schließlich zur Auflösung des Vereins.

Der Kleinkaliberverein in den 1920-iger Jahren vor der Laube am Gasthof Alex Haubrich (später Dützer) auf der Haltestelle.

Die Scheibenanlage des Schiessstsand um das Jahr 1930

Der 1. „Spatenstich“ des neuen Schießstandes.

Der neue Schiessstsand wurde ab 1967 auf einem von der Haubergsgenossenschaft zur Verfügung gestellten Grundstück am Schutzbacher Weg ganz überwiegend in Eigenleistung erbaut.

Das 1. Königsvogelschiessen des SSV fand noch während der Bauphase des Schiessstandgebäudes statt.

Der Vorstand des SSV beim 10-jährigen Bestehen im Jahre 1975.

Vereinsfoto des SSV beim 10-jährigen Bestehen im Jahre 1975.

Auch beim Bau des KK-Schießstandes 1987 war Eigenleistung gefragt. Links im Bild der damalige Vorsitzende Erwin Stinner, rechts daneben Paul Baldus, Vereinsmitglied und Planer des Gebäudes.

In den 1990-iger Jahren veranstaltete der SSV jährliche Pokalschießen für die örtlichen Vereine. Auf dem Bild sind die Gewinner von 1991 abgebildet.

Gruppenbild zum 10-jährigen Vereinsjubiläum

Im Jahre 1978 wurde vom SSV mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde ein Fanfarenzug gegründet, der bei Jungen und Mädchen zunächst großen Zuspruch erfuhr. Das hielt leider nicht lange an. 4 Jahre nach der Gründung existierte die Musikgruppe nicht mehr.

Vereinsfoto des SSV beim 10-jährigen Bestehen im Jahre 1975.

Aus den musikinteressierten Jugendlichen des Fanfarenzuges entstand die Jagdhornbläsergruppe Alsdorf/Hachenburg, eine überaus erfolgreiche Musikgruppe mit vielen Titeln bei Wettbewerben auf Landes- und Bundesebene.

Die Alsdorfer Jagdhornbläsergruppe bei ihrem Auftritt bei der Europameisterschaft in Suhl im Jahre 2024. Der Wettbewerb endete für die Alsdorfer mit dem Titel des Vize-Europameisters.