Die Kirche
Im Jahre 1946 unterbreiteteten einige Alsdorf Bürger dem damaligen zuständigen Betzdorfer Pfarrer den Wunsch nach einer eigenen Kirche. Bereits ein Jahr später wurde der Kirchbauverein gegründet, der recht schnell mehr als 600 Mitglieder hatte. Bis zum Baubeginn im Mai 1950 brauchte man, um das Grundstück für die neue Kirche zu suchen und zu erwerben, und die notwendigen Pläne zu erstellen.
Als Bauplatz der neuen Kirche fiel die Wahl auf bisher als Feld und Garten genutzte Grundstücke unterhalb des schon bestehenden Friedhofes. 1951 waren die Bauarbeiten, die größtenteils durch freiwillige Arbeit der Mitglieder des Kirchbauvereins erledigt wurden, so weit fortgeschritten, dass am 29. Juni der Grundstein gelegt werden konnte. Genau ein Jahr später, am 29. Juni 1952, wurde die Unterkirche eingeweiht, in der ab da auch Gottesdienste gehalten wurden. Die komplette Unterkirche war im Frühjahr 1953 fertig.
Der Bau der Oberkirche und des Turms nahm dann noch zwei Jahre in Anspruch, so dass am 29. Juni 1955 die Kirche vom Trierer Bischof Stein eingeweiht werden konnte.
Alle wesentlichen Termine um den Kirchbau herum fanden an einem 29. Juni statt, dem Fest der Apostel Petrus und Paulus, die der neuen Pfarrei auch den Namen St. Peter und Paul gaben. Damals war das noch ein arbeitsfreier Feiertag.


Zum Transport der Steine aus dem Steinbruch an der Kirchstraße, gegenüber der Schule, wurde eine Lorenbahn installiert. Bereits seit 1947 wurden im Steinbruch die Steine gebrochen.

Ein Bild der Baustelle im Jahre 1951. Die Mauern der Unterkirche entstehen.

Besprechung einer Arbeitsgruppe an der Baustelle, ebenfalls im Jahre 1951

Gottesdienst in der Baustelle zur Grundsteinlegung am 29.6.1951 durch die Betzdorfer Pfarrer Fuhrmann und Neunzehn.

Grundsteinlegung am 29.6.1951 durch die Betzdorfer Pfarrer Fuhrmann und Neunzehn.


Das Richtfest des Kirchturms am 13. Juni 1954.

Die Unterkirche ist bereits fertig. Oberkirche und Turm fehlen noch. Die Baustelle im Jahre 1952.

Ein Blick in den Chorraum der neuen Kirche nach der Einweihung am 29. Juni 1955.

Am 10. Juli 1960 wurde der erste Pfarrer der neuen Kirchengemeinde St. Peter und Paul, Rudolf Müller (rechts im Bild), in sein Amt eingeführt.

Im Jahre 1962 erhielt die Kirche ein neues Geläut. Auf einem offenen LkW wurden die vier neuen Glocken unter großer Anteilnahme der Bevölkerung vor ihrer Installation im Kirchturm durch Alsdorf gefahren.

Auf dem Foto ist die Prozession im Bereich des früheren Sägewerkes zu sehen. Vorab die Schulkinder begleitet von Pfarrer Rudolf Müller. Bei genauem Hinsehen erkannt man den einen oder anderen Schüler vom Jahrgang 1955.

Die erste Station des LkW mit den vier Glocken war der Parkplatz am damaligen Cafe Buchenscheidt.

Auch in Grünebach wurden die Glocken mit einer Prozession durch den Ort gefahren.

Der LkW mit den neuen Glocken in der Dorfmitte, vor dem heutigen Bürgerhaus.

Eine nach der anderen wurden die Glocken am Kirchturm hochgezogen und in der Turmspitze installiert.

Im Jahre 1965 wurde auf dem freinen Feld unterhalb der Kirche der Kindergarten gebaut. Er befand sind in der Trägerschaft der katholischen Kirche.

Grundsteinlegung für den katholischen Kindergarten am 11. Juli 1965 durch Pfarrer Rudolf Müller.

Vor dem Bau der Kirche in Alsdorf gab es noch keine Totenhalle. Die Verstorbenen wurden daher zu Hause aufgebahrt und dort mit dem von einem Pferd gezogenen Leichenwagen am Tag der Bestattung abgeholt.

Eine Bestattung auf dem Friedhof von Alsdorf.

Fronleichnamsprozession in Alsdorf. Vier Altäre wurden dafür von den Anliegern aufgebaut und mit Blumenteppichen geschmückt: auf dem Parkplatz Cafe Buchenscheidt, auf dem Schulhof, in der Ortsmitte beim heutigen Bürgerhaus und vor der Kirche. Hier ein Foto des Altars an der Schule. Rechts im Bild Pfarrer Rudolf Müller.

Blick auf den Friedhof vor der Erweiterung. Der erste Friedhof in Alsdorf wurde im Jahre 1921 gebaut. Es ist der unmittelbar an der Kirche gelegene Friedhofsteil. Die Grabfelder für die katholischen und evangelischen Verstorbenen waren streng getrennt, eine Regelung, die man sich heute nicht mehr vorstellen kann. Vor 1921 wurden die Verstorbenen auf dem Friedhof in Kirchen bestattet.
