Das alte Feuerwehrhaus

Das alte Feuerwehrhaus in der Lindenstraße diente bis zum Umzug in ein umgebautes Toilettengebäude an der Schule im Jahre 1966 zur Unterbringung der Gerätschaften des Löschzuges Alsdorf. Laut einer Liste aus dem Jahre 1935 bestand die Ausrüstung der Feuerwehr aus folgenden Geräten:
- 1 Druckspritze
- 1 Schlauchwagen
- 120m Druckschlauch
- 2 Standrohre
- 2 Strahlrohre
- 3 Leitern
- 2 Hydrantenschlüssel
- 7 Einreißhaken
- 2 Kerzenlaternen und 2 Petroleumlaternen
- 5 Gurte und 2 Leinen
Bis zur Anschaffung eines VW-Busses im Jahre 1959 wurde die Spritze mit einem Handkarren, später mit einem Traktor zur Brandstelle befördert. Laut Statistik gehörten dem Löschzug Alsdorf der freiwilligen Feuerwehr am 1.10.1935 insgesamt 27 Feuerwehrleute an.
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Die alte Mühle

Vor der Mühle ist noch die Dreschmaschine zu erkennen. In der Erntezeit stauten sich die Fuhrwerke von hier zurück bis auf die Hellerbrücke.


Reste der Mühlsteine dienen heute noch als Deko-Artikel im Garten
Die alte Mühle stand direkt neben der Hütte (später dem Sägewerk) und wurde mit Wasserkraft angetrieben. Sie erhielt ihr Wasser aus dem gleichen Zulaufgraben wie die Hütte, dem Mühlengraben. Das Wasser für den Mühlengraben wurde an der Bahnbrücke über die Heller, gleich hinter dem Sportplatz, von der Heller abgezweigt.
Die Alsdorfer Mühle hat wohl schon im frühen 17. Jahrhundert existiert. Zusammen mit den anderen Mühlen in der damaligen Grafschaft wurde sie 1608 vom Landesherrn für 2583 Reichstaler verkauft. Sie war über Generationen hinweg in Betrieb und versorgte die Bevölkerung der Umgebung mit gemahlenem Getreide, insbesondere Weizen und Roggen. Gemahlen wurde nach dem Prinzip: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“.
Der Begriff „Bannmühle“ stammt aus dem Mittelalter. Es handelt sich um eine Mühle, zu der die Bauern einiger Dörfer in der Umgebung, in diesem Fall die Bewohner der Ortschaften Alsdorf, Grünebach, Sassenroth und Dermbach, per „Mühlenbann“ verpflichtet waren, ihr Korn mahlen zu lassen. Der Mühlenbann war ein herrschaftliches Recht, meist vom Landesherrn oder Grundbesitzer durchgesetzt. Die Bauern durften keine anderen Mühlen nutzen, was der Bannmühle eine wirtschaftlich zentrale Rolle im Dorfleben gab.
Die Mühle war nicht nur ein Wirtschaftsbetrieb, sondern auch ein sozialer Treffpunkt. Bauern aus den umliegenden Gemeinden kamen regelmäßig, um ihr Getreide zu mahlen, tauschten dabei Neuigkeiten aus oder handelten mit anderen Erzeugnissen. Die Rolle des Müllers war von hoher Bedeutung: Er galt als Fachmann, aber auch als geheimnisvoll, da er mit Technik und Naturkräften (Wasser, Mahlsteine) arbeitete.
Mit der fortschreitenden Industrialisierung und dem Aufkommen moderner Mühlentechnik wurde die Bedeutung der kleinen, wasserbetriebenen Bannmühlen ab dem späten 19. Jahrhundert zunehmend geringer. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde der Mühlenbetrieb in Alsdorf schließlich eingestellt. 1968 wurde die Mühle abgerissen. Auf dem Gelände wurde zunächst ein Spielplatz angelegt, der aber später in den Dorfpark, den ehemaligen Standort des Sägewerkes, verlegt wurde.
Anfang der 30-iger Jahre raffte der Tod zweimal nacheinander den jeweils amtierenden Alsdorfer Müller mit einer Lungenentzündung dahin. „Wohl dem, der für die Reise gerüstet ist“, schrieb die Zeitung.
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Lebensmittelläden

Das Wohn- und Geschäftshaus der Familie Molzberger. Über viele Jahre existierten damit in der Ortsmitte in unmittelbarer Nähe drei Lebensmittelgeschäfte: das Geschäft Achenbach (im abgerissenen Anbau des heutigen Bürgerhauses, das Lebensmittelgeschäft von Otto Reeh und das Geschäft Molzberger.
Später hatte Otto Wulf hier seine Backstube und verkaufte im Laden seine Backwaren.

Das Wohn- und Geschäftshaus der Familie Otto Weger in der Hauptstraße, gleich neben der Alten Schule. Im Erdgeschoss war der Lebensmittellladen untergebracht, in dem auch die eigenen Backwaren verkauft wurden. Die Backstube befand sich auf der Rückseite des Gebäudes im Untergeschoss.

Das Wohn- und Geschäftshaus der ehemaligen Metzgerei Himmrich in den 1930-iger Jahren. Das Haus wurde nach einem Brand 2018 abgerissen. Die überstehende Ecke über der Eingangstür wurde, als die LkW größer wurden, in der engen Kurve vor der Brücke laufend beschädigt.


wegen Baufälligkeit wurde zunächst 2016 das Schlachthaus, und nach einem Brand im Jahre 2018 auch das Wohnhaus abgerissen.

Der Kolonialwarenladen von Otto Reeh in dem alten Wohnhaus, das später abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wurde. Der Laden wurde in einen links neben dem neuen Wohnhaus erbauten Flachbau ausgelagert. An dieser Stelle hatte Johannes Schmitt, im Dorf bekannt als „Schmeddehannes“, bis dahin eine Schmiede betrieben. Als er später das Haus Göldner in der Lindenstraße baute, verlagerte er die Schmidewerkstatt in dieses Haus. Reste davon, wie z.B. die Stelle des Schmiedefeuers, sind dort noch heute zu erkennen.
Rechts im Bild das alte Kriegerdenkmal, das Ende der 1950-iger Jahre wegen einer Verbreiterung der Straße weichen musste. Dahinter ist noch die Scheune der Familie Göldner zu erkennen.

Reeh’s Otto mit seinem legendären Eiswagen war über Alsdorf hinaus bekannt.

Das ehemalige Haus Göldner in der Lindenstraße. Unten rechts ist noch die Eingangstüre zur Schmide zu erkennen.
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Das Wasserwerk der Gemeinde Alsdorf am Fuße des Alsberges. Das Gebäude wurde 1911 erbaut, da erhielt Alsdorf eine zentrale Wasserversorgung. Von hier wurde und wird noch heute das Trinkwasser an die Haushalte verteilt.