Das Umspannwerk der RWE

In der Boelstraße, dort wo heute die Firmengebäude der Firma AKL-tec stehen, war früher ein Umspannwerk der RWE. Hier wurde der elektrische Strom, der mit 110kV eingespeist wurde, auf die Netzspannung von 220V heruntertransformiert und dann über das Niederspannungsnetz an die Verbraucher in den benachbarten Gemeinden verteilt.
Auf dem Foto sind in der Bildmitte die Transformatoren und das Schaltfeld zu erkennen. Das Gebäude davor, direkt an der Boelstraße, beherbergte im Erdgeschoss die sogenannte Leitstelle, von der aus das Stromnetz überwacht und geschaltet wurde. Die Arbeitsplätze waren rund um die Uhr besetzt.  In den oberen Stockwerken befanden sich Dienstwohnungen für das dort eingesetzte Personal. Mit der Inbetriebnahme des Umspannwerkes in Dauersberg und der Einführung neuer Techniken zur Fernsteuerung solcher Anlagen reduzierte sich im Laufe der Zeit sowohl der technische, als auch der personelle Aufwand an diesem Standort. Die Anlage ist zwar heute noch in Betrieb, jedoch wird für die notwendige Technik, die komplett ferngesteuert wird, nur noch eine deutlich reduzierte Fläche in Anspruch genommen.    

Blick auf das Betriebsgebäude des Umspannwerkes. In den oberen Geschossen waren Wohnungen für die Schaltwärter und ihre Familien. Die Schaltzentrale befand sich im Erdgeschoss. Das Gebäude am linken Bildrand ist die Schreinerei Vinzenz Weber.
Blick auf die Transformatoren und die Schalteinrichtungen.
Die 4-beinigen Mitarbeiter des EWS hatten die Aufgabe, das Gras auf dem Betriebsgelände kurz zu halten. Allerdings gab es im Winter ein Versorgungsproblem: es fehlte an Heu! Darum gab man die Schafhaltung 1944 auf und bot den Mitarbeitern die Schafe zum Kauf an.