Die Gerberei

Im Schlachthaus der späteren Metzgerei Himmrich war früher eine Gerberei untergebracht.
Johann Heinrich Himmrich aus Alsdorf hat nach einer Akte im Landesarchiv Koblenz im Jahre 1833 einen Antrag auf „Anlegung einer Gerberei und Lohmühle an der Mündung des Steinerbachs in die Heller bei Alsdorf“ gestellt.
Die Nähe zum Wasser der Heller und die Verfügbarkeit von Eichenrinde als Gerbmittel aus den umliegenden Haubergen machten den Standort ideal für dieses Handwerk. Sohlleder aus heimischen Gerbereien war für seine Qualität bekannt und gefragt.
Mit dem Aufkommen neuer Gerbemittel aus Südamerika, die die Gerbezeit drastisch verkürzten und damit die Kosten senkte, aber auch Leder minderer Qualität erzeugte, ging der Abssatz des heimischen Leders zurück. In der Folge gab auch die Alsdorfer Gerberei gegen Ende des Jahrhunderts sauf.